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Die Ausbildung zum Begleithund bzw. das Ablegen der Begleithundeprüfung stellt die Grundlage für alle weiteren Hundesportarten dar. Bezogen auf eine schulische Laufbahn lässt sich die Begleithundeprüfung am Besten wohl etwa mit dem Abschluss der Grundschule, bzw. der Orientierungsstufe (5./6. Klasse) vergleichen. Bleiben wir kurz bei diesem Vergleich, könnte die Einordnung etwa so aussehen: | Hund | Alter (Hund) | Mensch | Alter (Mensch) | | Grundkurs | 6-8 Monate | Vorschule | 4-6 Jahre | | VDH Hundeführerschein | 8-12 Monate | Grundschule | 6-10 Jahre | | Begleithundeprüfung | 12-18 Monate | Orientierungsstufe (5./6. Klasse) | 11-12 Jahre | Stufe I in der Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde oder im Agility | 15 Monate - 2 Jahre | Hauptschule / Realschule | 10-17 Jahre | Stufe II in der Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde oder im Agility | 2 - 2,5 Jahre | Gesellenprüfung / Abitur | 16-19 Jahre | Stufe III in der Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde oder im Agility | 2,5 -3 Jahre | Meisterprüfung / Fachhochschule | 18-25 Jahre | | Qualifikation für Deutsche Meisterschaften (DM) | 3-4 Jahre | Universität | 19-26 Jahre | | "gute" Platzierung bei deutschen Meisterschaften | 3-4 Jahre | Promotion | 26-32 Jahre | | Qualifikation für Weltmeisterschaften (WM) | 4+ Jahre | Professur | 32-50 Jahre | | "gute" Platzierung bei Weltmeisterschaften | 4+ Jahre | internationale Kapazität | 35+ Jahre | Der Vergleich hinkt natürlich dahingehend etwas, da bei dem Alter des Hundes von einem gezielten und optimalen Training ausgegangen wird, wie es für uns als Menschen in Form unseres Schulsystems mehr oder weniger immer gegeben ist. Da diese Voraussetzungen aber aus verschiedenen Gründen beim Mensch/Hund-Team in der Regel oft nicht gegeben sind, wird es bei den meisten Hunden mit ihrem Ausbildungsstand oft später (zum Teil Jahre!), als in der Tabelle angegeben. Bei optimaler Ausbildung und überdurchschnittlich guten Voraussetzungen können die Zeitangaben zum Teil aber auch unterschritten werden - wie bei den Angaben für den Mensch natürlich auch. Eine abgelegte Begleithundeprüfung bescheinigt, dass der Hund grundlegende Fertigkeiten beherrscht, die es ihm und uns ermöglichen, im normalen Leben gut mit der Umwelt zurecht zu kommen. Anstatt Lesen, Schreiben, Rechnen heißt das für den Hund im allgemeinen: - ordentlich an der Leine zu gehen
- Sitz, Platz und Fuß (mit und ohne Leine; Sitz und Platz auch aus der Bewegung)
- einige Minuten unter leichter Ablenkung im "Platz" zu warten - auch wenn der Hundeführer sich etwas entfernt
- sich "vernünftig" gegenüber anderen Hunden und in Menschengruppen verhalten
Stellt für manche die Begleithundeprüfung erst den eigentlichen Einstieg in den aktiven Hundesport dar, belassen es viele auch bei einer abgelegten Begleithundeprüfung und (hoffentlich) gelegentlichen Üben (auch der klügste Hund muss einmal Gelerntes von Zeit zu Zeit wiederholen und üben, damit es nicht in Vergessenheit gerät). |