Was ist Agility? Agility ist ein Sport, bei dem der Hund einen Parcours bewältigt, der aus verschiedenen Hindernissen, wie z.B. diversen Sprüngen, Tunnels, Wippe etc. besteht. Da der Hund vorab lediglich die Art der zu erwartenden Hindernisse - jedoch nicht deren Reihenfolge und Anordnung - kennt, ist er auf seinen Teampartner (gemeinhin als "Hundeführer" bezeichnet) angewiesen. Dieser hat den Vorteil, dass er vor einem Lauf etwa 5 Minuten Zeit hat, sich den Parcoursverlauf während einer Begehung (ohne Hund) einzuprägen, um später als Helfer seinem Hund anzuzeigen (mit Sichtzeichen oder Hörzeichen - jedoch ohne den Hund zu berühren), wo es denn eigentlich lang geht. Die Bewertung eines Laufes ist dem Springreiten ähnlich. Solange man (in diesem Fall der Hund) innerhalb einer vom Richter vorgegebenen Standardzeit bleibt, gewinnt das Team mit den wenigsten Fehlern. Erst beim Überschreiten dieser Standardzeit wird man zusätzlich mit Zeitfehlern "bestraft". Warum "macht" man Agility? Eine durchaus berechtigte Frage, die sich in der Regel jedoch von selbst beantwortet, wenn man mal die Gelegenheit hat, einem Team zuzusehen, das sich die Fähigkeiten "richtig", d.h. mit Freude, Motivation und partnerschaftlich fairem Training erarbeitet hat. Schnell erliegt man der Faszination, wie eingespielte Teams scheinbar mühelos und mit offensichtlichem Spaß auf beiden Seiten die Parcours bewältigen. Wie schafft man das ? Indem man sich beim "Training" nicht die Frage stellt "Wie bekomme ich meinen Hund dazu, zu tun was ich will", sondern "Wie bekomme ich meinen Hund dazu, zu wollen, was ich will". Unser AGILITY-Training ist somit geprägt durch moderne Ausbildungsmethoden, die ganz klar von Begriffen wie positiver Bestärkung und operanter Konditionierung dominiert sind, ohne jedoch den Realitätsbezug durch ideologische Verklärtheit vermissen zu lassen. Was haben wir (mein Hund und ich) davon ? Eine Beschäftigung, die schlichtweg "Spaß" macht. Ein Verhältnis, das auf gegenseitigem Vertrauen aufgebaut ist und dem Begriff "Unterordnung" seinen oft negativen Beigeschmack nimmt - und dies, obwohl die Fähigkeit, den Hund (unter teilweise enormer Ablenkung und Anspannung) zu kontrollieren, ein wesentlicher Bestandteil dieses Sports ist. Etwas, was sich somit auch im ganz "normalen" Alltag nur als positiv erweisen kann. © GBi
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