Größen- und Leistungsklassen im Agility

Die Größenklassen:

Die Hunde werden je nach Widerristhöhe in insgesamt drei Größenklassen eingeteilt:

  • Mini - bis 35 cm Widerristhöhe
  • Midi - 35 bis 43 cm Widerristhöhe
  • Maxi (Large) - ab 43 cm Widerristhöhe

je nach Größenklasse unterscheiden sich einige Hindernisse, z. B. Sprünge bezüglich Sprunghöhe, andere aber auch nicht, z.B. der Slalom.

Die Leistungsklassen:

Insgesamt gibt es derzeit drei verschieden Leistungsklassen bei Turnieren, die mit A1, A2 und A3 bezeichnet werden.

A1: In dieser Klasse dürfen alle Hunde starten, die mindestens 18 Monate alt sind und als Einstiegsprüfung die Begleithundeprüfung mit Verhaltenstest (Prüfungsordnung BH/VT) abgelegt haben. Dies ist sozusagen die Einsteigerklasse und die zu bewältigenden Parcours sind (in der Regel) dementsprechend einfach gestellt.

A2: Um in dieser Klasse starten zu dürfen, muss man mehrere fehlerfreie Agility-Läufe in der A1 gezeigt haben. Waren 3 davon mit einer Platzierung (Platz 1 bis 3) oder insgesamt 5 Läufe fehlerfrei (auch ohne Platzierung) ist dies die Karte für A2.
Um von A2 in A3 aufzusteigen gilt wiederum die gleiche Regelung, wie für den Aufstieg von A1 in A2.

A3: Die höchste Klasse – auch gelegentlich als Königsklasse bezeichnet – mit dementsprechend anspruchsvollen Parcours, die nun höhere Anforderungen an die Ausbildung des Hundes, aber auch das führtechnische und taktische Können sowie die Erfahrung des Hundeführers stellen.

Geht für viele Hundeführer mit Erreichen der A3 und damit der Starterlaubnis für die Königsklasse bereits ein Traum in Erfüllung, ist dies für ambitionierte Agilitianer erst der Startpunkt, an dem es wirklich interessant wird.

Denn nun (in der A3) können durch gute Ergebnisse in der laufenden Saison (d.h. Platzierungen bzw. heutzutage oftmals auch nur noch erste Plätze) Qualifikationspunkte gesammelt werden, um an deutschen Meisterschaften, großen internationalen Turnieren (z. B. der European Open) oder an den Ausscheidungsturnieren zur WM-Teilnahme starten zu dürfen.

Um diesen letzten Punkt zu erreichen, ist eine Ausbildung, die die Begeisterung des Hundes am Agility weckt und erhält, die unbedingte Voraussetzung. Nur ein Hund dem Agility auch Spaß macht und der deswegen von sich aus bereit ist, in kontrollierter Zusammenarbeit mit seinem Hundeführer alles zu geben, wird dieses Level erreichen – das ist eines der Geheimisse eines erfolgreichen Trainings...

Denn gutes Training erkennt man sofort in Form eines offensichtlich begeisterten, gut ausgebildenden Hundes - und nicht an flotten Sprüchen, dem Wunschdenken und zu jedem 'Problemfall' passenden Ausreden von 'Trainern'.

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